»Mit Ihrem Segen ist alles möglich, Schwester Rani!«
»Bedenke, daß es sich nicht um deine, sondern auch um meine Sühne handelt. Ich bin eine Frau; die Außenwelt ist mir verschlossen, sonst ginge ich selbst. Daß ich die Last meiner Sünde auf dich wälzen muß, ist meine härteste Strafe.«
»Sagen Sie das nicht, Schwester! Der Weg, den ich ging, war nicht Ihr Weg. Er lockte mich wegen seiner Gefahren und Schwierigkeiten. Jetzt, da Ihr Weg mich ruft, mag er tausendmal schwieriger und gefährlicher sein, Ihr Segen wird mir zum Ziel helfen. Es ist also Ihr Befehl, daß dies Geld wieder an seinen Platz gebracht werde?«
»Nicht mein Befehl, mein Bruder, sondern ein Befehl von oben.«
»Davon weiß ich nichts. Für mich genügt es, wenn der Befehl von Ihren Lippen kommt. Und, Schwester, ich hatte doch eine Einladung von Ihnen? Um die darf ich nicht kommen. Sie müssen mir, bevor ich gehe, Ihr prasad[37] geben. Dann werde ich, wenn es irgend möglich ist, noch vor Abend meinen Auftrag erfüllen.«
Die Tränen traten mir in die Augen, als ich mit einem Versuch zu lächeln sagte: »So sei es.«
Fußnoten:
[37] Speise, die durch die Berührung eines verehrten Menschen geweiht ist.