Es ist Dir so nahe wie Dein Leben, und doch kannst Du es niemals ganz kennen.

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Sprich zu mir, Geliebter! Sag mir mit Worten, was Du gesungen hast.

Die Nacht ist dunkel. Die Sterne haben sich hinter Wolken verloren. Der Wind seufzt durch die Blätter.

Ich will mein Haar lösen. Mein blauer Mantel wird mich umschmiegen wie Nacht. Ich will Dein Haupt an meine Brust drücken; und hier in der süßen Einsamkeit laß Dein Herz reden. Ich will meine Augen schließen und lauschen. Ich will nicht in Dein Antlitz schaun.

Wenn Deine Worte zu Ende sind, wollen wir still und schweigend sitzen. Nur die Bäume werden im Dunkel flüstern.

Die Nacht wird bleichen. Der Tag wird dämmern. Wir werden einander in die Augen schauen und jeder seines Weges gehn.

Sprich zu mir, Geliebter! Sag mir mit Worten, was Du sangest.