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„Dichter, der Abend zieht herauf; Dein Haar wird grau.
„Vernimmst Du in Deinem einsamen Sinnen Botschaft vom Jenseits?“
„Es ist Abend“, sagte der Dichter, „und ich lausche, weil einer rufen kann vom Dorfe, mag es auch spät sein.
„Ich wache: ob junge, irrende Herzen sich finden, und zwei Paare sehnsüchtiger Augen um Musik betteln, die ihr Schweigen bräche und für sie redete.
„Wer soll ihre Leidenschaft zu Liedern weben, wenn ich am Gestade des Lebens sitze und den Tod und das Drüben betrachte?
„Der frühe Abendstern verschwindet.
„Das Glosen eines Totenfeuers stirbt mählich am schweigenden Fluß.