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Am Morgen warf ich mein Netz aus ins Meer.
Ich hob aus dunklen Tiefen Dinge von seltsamem Aussehn und seltsamer Schönheit — manche leuchteten wie ein Lächeln, manche glänzten wie Tränen, und manche waren von Röte übergössen wie die Wangen einer Braut. Als ich mit meines Tages Bürde heimkam, saß meine Geliebte im Garten und zerpflückte müßig einer Blume Blätter.
Ich zauderte eine Weile und dann legte ich ihr alles zu Füßen, was ich gehoben hatte und stand schweigsam.
Ihr Blick fiel darauf, und sie sagte: „Was für seltsame Dinge sind das? Ich weiß nicht, wozu sie nützen!“
Ich neigte mein Haupt in Scham und dachte: „Dies alles habe ich nicht im Kampfe erworben, ich habe es nicht auf dem Markt gekauft; es sind keine rechten Geschenke für sie.“
Dann warf ich die ganze lange Nacht eins ums andere auf die Straße.
Am Morgen kamen Wanderer; die lasen’s auf und trugen es in fremde Länder.