58
Eines Morgens im Blumengarten kam ein blindes Mädchen, mir eine Blumenkette anzubieten in der Hülle eines Lotusblatts.
Ich legte die Blumenkette um meinen Nacken, und Tränen kamen mir in die Augen.
Ich küßte sie und sagte: „Du bist blind gerade wie die Blumen.
„Du weißt selber nicht, wie schön Deine Gabe ist.“
59
O Weib, Du bist nicht allein Gottes Geschöpf, sondern auch der Menschen; diese statten Dich aus mit Schönheit aus ihren Herzen.
Dichter weben für Dich ein Gewebe aus Fäden goldener Phantasie; Maler geben Deiner Gestalt immer neue Unsterblichkeit.
Das Meer gibt seine Perlen, die Minen ihr Gold, die Sommergärten ihre Blumen, Dich einzuhüllen, Dich zu bedecken, Dich kostbarer zu machen.