Schließlich schickte er mich auf die Landstraße — ich konnte seinem Willen nicht widerstehen. Wenn ich ihn finde, werden die ersten Worte sein, die ich ihm sage: „Ich bin freiwillig gekommen — ich habe nicht abgewartet, bis du kamst.” Ich werde sagen: „Um deinetwillen bin ich die harten beschwerlichen Straßen gewandert, und bitter und unaufhörlich war auf dem ganzen Weg mein Weinen.” Ich werde wenigstens diesen Stolz in mir haben, wenn ich zu ihm komme.

Surangama

Aber selbst dieser Stolz wird nicht dauern. Er kam vor dir — wer sonst hätte dich auf die Straße schicken können?

Sudarschana

Vielleicht ist es so. Solange noch ein Gefühl gekränkten Stolzes in mir war, mußte ich glauben, er hätte mich für immer verlassen; aber als ich meine Würde und meinen Stolz in die Winde schleuderte und auf die gemeinen Straßen hinausging, da schien es mir, als wäre auch er herausgekommen: ich habe angefangen, ihn zu finden, seit ich auf der Straße bin. Ich fürchte nun nichts mehr. All diese Leiden, durch die ich um seinetwillen hindurchgegangen bin, gerade die Bitterkeit all dieser Leiden bringt ihn zu mir. Ach ja, er ist gekommen, er hat mich bei der Hand genommen, gerade wie er es in jener Kammer der Dunkelheit gern tat, wo bei seiner Berührung all mein ganzer Leib in plötzlicher Wonne erbebte: es ist dieselbe, dieselbe Berührung wieder! Wer sagt, er sei nicht hier? — Surangama, kannst du nicht sehen, daß er gekommen ist, schweigend und insgeheim?... Wer ist jener dort? Sieh, Surangama, dort ist ein dritter Wanderer auf dieser dunklen Straße zu dieser nächtlichen Stunde.

Surangama

Ich sehe, es ist der König von Kantschi, meine Königin.

Sudarschana

Der König von Kantschi!

Surangama