Sudarschana

Bin ich so wunderbar, bin ich so schön? Höre ich dich so reden, so schwillt mein Herz von Freude und Stolz. Aber wie kann ich die wundervollen Dinge glauben, die du mir sagst? Ich kann sie in mir nicht finden!

König

Dein eigener Spiegel kann sie nicht wiedergeben — er setzt dich herab, beschränkt dich, läßt dich klein und unbedeutend erscheinen. Doch könntest du dich in meinem Geist gespiegelt sehen, wie groß erschienest du! In meinem Herzen bist du nicht mehr das alltägliche Einzelwesen, das du zu sein meinst — du bist in Wahrheit mein andres Ich.

Sudarschana

Oh, zeig' mir für einen Augenblick, wie man mit deinen Augen sieht! Gibt es für dich gar nichts wie Dunkelheit? Ich fürchte mich, wenn ich daran denke. Diese Dunkelheit, die für mich wirklich und stark wie der Tod ist — ist sie für dich einfach nichts? Wie kann dann überhaupt eine Gemeinschaft zwischen uns sein, an einem Ort wie diesem? Nein, nein — es ist unmöglich: es besteht eine Schranke zwischen uns beiden: nicht hier, nein, nicht an diesem Ort. Ich muß dich finden und sehen, wo ich Bäume und Tiere, Vögel und Steine und die Erde sehe —

König

Nun gut, du kannst versuchen, mich zu finden — aber niemand wird mich dir weisen. Du wirst mich erkennen müssen, wenn du kannst, du selbst. Und selbst wenn jemand sich anheischig macht, mich dir zu zeigen, wie kannst du gewiß sein, daß er die Wahrheit sagt?

Sudarschana

Ich werde dich kennen; ich werde dich wiedererkennen. Ich werde dich aus einer Million Menschen herausfinden. Ich kann mich nicht irren.