Laß' Dein Leben unter sie kommen wie eine Flamme Licht, mein Kind, ohne Flackern und rein, und entzücke sie zum Schweigen.
Sie sind grausam in ihrer Gier und ihrem Neid; ihre Worte sind wie verborgene Messer, dürstend nach Blut.
Geh' und stelle Dich unter ihre schelen Herzen, mein Kind, und laß' Deine milden Augen auf sie fallen wie der verzeihende Abendfriede über den Streit des Tags.
Laß' sie Dein Antlitz sehn, mein Kind, und so den Sinn aller Dinge erkennen; laß' sie Dich lieben und so einander lieben.
Komm' und wohne im Busen der Unendlichkeit, mein Kind. Mit Sonnenaufgang öffne und erhebe Dein Herz wie eine blühende Blume, und zum Untergang neige Dein Haupt und vollende im Schweigen des Tages Gottesdienst.
DER LETZTE VERTRAG
»Komm und miete mich«, schrie ich, als ich des Morgens auf der steingepflasterten Straße ging.
Das Schwert in der Hand, kam der König in seinem Wagen.
Er hielt meine Hand und sagte: »Ich will Dich mieten mit meiner Macht.«
Aber seine Macht war mir nichts wert, und er fuhr davon in seinem Wagen.