Plötzlich fielen Dschotin die Worte aus dem Liede eines Volkssängers ein, das er vor langer Zeit einmal gehört hatte:
O mein Herz, du erwachtest nicht, als der Mann
deiner Liebe an deine Tür kam.
Erst beim Schall seiner scheidenden Schritte erwachtest du.
O, du erwachtest im Dunkel!
„Maschi, wie spät ist es jetzt?“
„Gegen neun.“
„Noch so früh! Und ich glaubte, es müßte wenigstens schon zwei oder drei sein. Meine Mitternacht beginnt ja schon, wenn die Sonne untergegangen ist. Aber warum wolltest du denn, daß ich schlafe?“
„Nun, du weißt, wie lange du gestern wach lagst, als du immerfort sprachst. Daher mußt du heute früh einschlafen.“
„Schläft Mani schon?“
„O nein, sie ist dabei, dir etwas Suppe zu kochen.“
„Das ist doch nicht dein Ernst, Maschi? Tut sie das wirklich?“
„Gewiß! Sie kocht ja alles für dich, die fleißige kleine Frau.“