Manch einen Sang hab ich gesungen in mancher Stimmung der Seele, doch alle meine Töne verkündeten nur: Er kommt, kommt, immer kommt er.

In duftigen Tagen des sonnigen April auf Waldespfad, er kommt, kommt, immer kommt er.

In dem regnichten Dunst der Julinächte auf dem Donnerwagen der Wolken, er kommt, kommt, immer kommt er.

In Leid nach Leid ist es sein Schritt, der mein Herz drückt und die goldene Spur seiner Füße läßt meine Freude aufleuchten.

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Ich weiß nicht aus welch ferner Zeit du immer näher kommst, mich zu treffen. Nicht Sonne, nicht Stern kann dich verborgen halten vor mir auf ewig.

An manchem Morgen und Abend hört ich deinen Fußtritt und deine Boten betraten mein Herz und beriefen mich heimlich.

Ich weiß nicht, warum wohl heute mein Leben bewegt ist und eine Wallung von zitternder Freude mein Herz rührt.

Es ist, als wäre die Zeit gekommen, mein Werk zu beschließen, und ich fühle im Wind einen schwachen Duft deines süßen Daseins.