Ich hab meinen Urlaub erhalten, so sagt mir lebwohl, meine Brüder. Ich neige mich allen und nehm meinen Abschied!

Hier geb ich zurück die Schlüssel des Tors – und verzichte auf allen Anspruch im Hause. Ich bitte nur noch um letzte gütige Worte von euch.

Wir waren Nachbarn lang, doch empfing ich mehr als ich geben konnte. Der Tag bricht an, die Lampe erlosch, die mir den dunkeln Winkel erhellte. Ein Befehl kam zu mir, ich bin fertig zur Reise.

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In dieser Zeit meines Abschieds wünscht mir gut Glück, meine Freunde! Der Himmel errötet im Frühlicht, der Pfad liegt schön vor mir.

Fragt nicht, was ich mit mir nehme. Ich beginne die Reise mit leerer Hand und erwartendem Herzen.

Ich lege mein Hochzeitskleid an und nicht die rotbraune Kutte der Waller. Und drohn auch Gefahren mir unterwegs, ich fürchte mich nicht.

Der Abendstern kommt heraus, wenn meine Wandrung am Ziel ist, und die klagenden Töne der Zwielichtmelodien erklingen vom Torweg des Königs.