"Ja, weil doch das Bild nicht da ist."
"Nein, nein", machte ich.
Er zog mich auf einmal etwas weiter nach dem Fenster hin und kniff mich so scharf in den Oberarm, daß ich schrie.
"Sie ist nicht drin", blies er mir ins Ohr.
Ich stieß ihn unwillkürlich von mir weg, etwas knackte an ihm, mir war, als hätte ich ihn zerbrochen.
"Geh, geh", und jetzt mußte ich selber lachen, "nicht drin, wieso denn nicht drin?"
"Du bist dumm", gab er böse zurück und flüsterte nicht mehr. Seine Stimme war umgeschlagen, als begänne er nun ein neues, noch ungebrauchtes Stück. "Man ist entweder drin", diktierte er altklug und streng, "dann ist man nicht hier; oder wenn man hier ist, kann man nicht drin sein."
"Natürlich", antwortete ich schnell, ohne nachzudenken. Ich hatte Angst, er könnte sonst fortgehen und mich allein lassen. Ich griff sogar nach ihm.
"Wollen wir Freunde sein?" schlug ich vor. Er ließ sich bitten. "Mir ists gleich", sagte er keck.
Ich versuchte unsere Freundschaft zu beginnen, aber ich wagte nicht, ihn zu umarmen. "Lieber Erik", brachte ich nur heraus und rührte ihn irgendwo ein bißchen an. Ich war auf einmal sehr müde. Ich sah mich um; ich verstand nicht mehr, wie ich hierher gekommen war und daß ich mich nicht gefürchtet hatte. Ich wußte nicht recht, wo die Fenster waren und wo die Bilder. Und als wir gingen, mußte er mich führen.