Ein trauriges, slavisches Volkslied weht wie Rauch den Lichthof herauf. Es ist, als ob das Lied sich auf die Fussspitzen stellte, um über Dächer und Türme zu schauen ... irgendwohin.

Bang hebt unwillkürlich den Kopf und schliesst die Augen.

„Weisst Du, was das ist?“ lacht Holzer.

Pause. Dann träumt Bang vor sich hin: „Heimweh ...“

Holzer rüttelt ihn. „Der kleine Frosch vom Land da unten wäscht Geschirr ab. Da singt sie immer dazu, immer dasselbe mit dieser dummen verwaschenen Stimme.

Jeden Nachmittag um halb vier. Sieh mal – (er hält ihm die Uhr hin) pünktlich, was? So ist jede Tageszeit hier bezeichnet. Ich könnte meine Uhr ruhig versetzen: Leiermann, Drahtbinder, Gemüsemann, Lumpenweib: so heissen meine Stunden. Und dabei arbeite Einer! Zudem giebt es auch noch ein Vis-à-vis. Sieh mal .... nett, nicht?“

Hermann Holzer verschwendet ein paar Kusshände, und aus seinem befriedigten Lächeln kann man schliessen, dass sie nicht in den Hof hinunterfallen. Dann kehrt er sich plötzlich ins Zimmer: „Darum heirate man .... ehestens!“

Bang macht eine Bewegung der Abwehr.

Hermann Holzer bemerkt es, sieht ihn einen Augenblick an und langt sich eine Cigarette vom Tisch her.

„Willst Du nicht, Bang?“