„Macht?“

„Ja, über sich und – über das Leid.“

Pause. „Sie haben Ihre Mutter lieb gehabt?“

„O ja. Aber wir waren sehr arm. Wir haben nie Zeit gehabt, es uns zu sagen. – Ich glaube, sie hat es nie gewusst.“

Pause. Und Marie Holzer fühlt eine Bangigkeit kommen. Und sagt rasch, wie jemand, der sich versprochen hat, nie traurig zu sein: „Aber wollen wir nicht die Lampe anzünden?“

„Ja, bitte, Marie. Uebrigens sollte doch Harald schon zurück sein!“

„O, Sie wissen ja, wie das geht.“

„Aber es ist halb sieben?“

Marie hat hinten auf der Kommode die Lampe angezündet und bringt sie zum Sofatisch, wo man abends zu sitzen pflegt.

„Er wird jemanden getroffen haben,“ beruhigt sie, und ihr Gesicht, das sich über die Lampe neigt, beweist, dass sie nicht besorgt ist. „Oder er holt sich noch irgend etwas aus der Bibliothek.“ Sie ist froh, noch eine Erklärung seines Ausbleibens gefunden zu haben.