Guten Abend, Gute Nacht …
So schwirrt es in wirrem Kunterbunt durcheinander. Über dem Bette wächst der Johannisbaum empor und wächst hinauf bis in den Himmel. Ein Paradies öffnet sich darüber. Das ist voll Glück und Seligkeit. Pappelrosenkränze und Heckengirlanden schlingen sich um goldene Pfeiler. Hexenhäusel aus lauter Blätterkuchen und warmen Waffeln bauen sich auf. Sterne leuchten, tausend Sterne. Aber einer ist der hellste. Und wie der Träumer näher zuschaut, wird der Stern zu einem nickelnen Zwanzigpfennigstück, das er glückselig in den Händen hält. Er lächelt im Traum. Wie reich er war, als ihm der Schullehrer heute morgen das blanke Zweigroschenstück gab! Zwei Groschen eigenes Geld, o zwei Groschen!
Ihr gütigen Stifter, die ihr lange im Grabe ruht!
Das Strahlen in den Augen der Harzheimatkinder hat euch Dank in die Ewigkeit hinübergelächelt. Die Zwanzigpfennigstücke sind die Zinsen eures Kapitals gewesen. Eure Güte aber konnte sich nicht schöner verzinsen als mit diesem Glückslächeln auf Buben- und Mädelgesichtern und mit jener Johannistagsfreude, die ihre Backen rot malt und die noch über ihre Augen huscht, wenn sie abends müde in ihre Betten schlüpfen.
Die Waldschenke
Möchtest Du nicht mit mir schnell hinüber über das Gatter und hinunter ins Häusel?
Oder möchtest Du Dich nicht auch hier niederlegen am Rande des Holzes und zwischen Fingerhüten und Ehrenpreis träumen, Stunden verträumen, Tage, Wochen?
Alles in diesem Waldwiesenwinkel ist freundliches Winken: Hier ists gut sein!
Welche Zauberdinge sinds, die so eindringlich locken?