1. 1) Die gänzliche Voraussetzungslosigkeit.
  2. 2) Der Zweifel als Forschungs-Prinzip (das Suchen).
  3. 3) Der oberste, gewisseste Punkt (der Anfang).
  4. 4) Das Prinzip der Selbstbeobachtung (der Fortschritt).
  5. 5) Das Kriterium der Wahrheit (die Prüfung).
  6. 6) Die streng systematische Ableitung aus dem ersten Gewissen (das System).

Bezüglich der vorliegenden Übersetzung der „Betrachtungen“ war es mein Bestreben, den Text möglichst wortgetreu wiederzugeben, gleichzeitig aber alle undeutschen Wendungen und Konstruktionen fernzuhalten. Durch Auflösung der langen, oft schwerfälligen Perioden, ferner durch geeignete Interpunktion, häufigere Absätze und sinngemäßes Hervorheben einzelner Worte hoffe ich die Lektüre des Werkes wesentlich erleichtert und den Inhalt dem Verständnis näher gebracht zu haben.

Der Übersetzung liegt der lateinische Text der Amsterdamer Ausgabe von 1654 zu Grunde. Damit wurde sorgfältigst die französische Übersetzung des Herzogs von Luynes verglichen, die von Descartes selbst revidiert und verbessert wurde und dadurch dem Original gleichwertig ist. Sie ist wiedergegeben in „Oeuvres philosophiques de Descartes“ von Aimé-Martin (Paris 1838).

Außerdem wurden zum Vergleich herangezogen die deutschen Übersetzungen von Kuno Fischer (Mannheim 1863) und von J. H. von Kirchmann (Berlin 1870).

Meinen philosophischen Standpunkt, der den Notizen zu Grunde liegt, die ich an einigen Stellen beigefügt, habe ich entwickelt in meinem „Grundriß des Systems der Philosophie als Bestimmungslehre“ (Wiesbaden, bei Bergmann).

Ludwig Fischer.

Betrachtungen
über die
Grundlagen der Philosophie.

Enthaltend
den Beweis für das Dasein Gottes und den
Wesens-Unterschied zwischen Leib und Seele.[5]