Schließlich soll noch angeführt sein, daß Schumann in den Jahren 1837–39 darauf sann, dem nur in seiner Phantasie existierenden Bunde wirkliches Leben zu erteilen, einen großen, deutschen Künstlerbund zu begründen. Auch einen anderen derartigen Plan hegte er damals: die Errichtung einer Agentur zur Herausgabe von Musikwerken, „welche den Zweck hätten, alle Vorteile, die bis jetzt den Verlegern in so reichlichem Maße zufließen, den Komponisten zuzuwenden.“ Man sieht, auch an praktischen Vorschlägen ließ es dieser merkwürdige Geist nicht fehlen, so wenig er selbst darnach geschaffen war, sie in Wirklichkeit durchführen zu können. Immerhin muß man seinem richtigen, idealen Wollen die gebührende Anerkennung entrichten.
Robert Schumanns Leben und Schaffen, stellt es nicht treu die Eigenart seiner Zeit, des zweiten Drittels unseres Jahrhunderts dar? Es ist das Zeitalter erneuter Regsamkeit auf dem Gebiete der Kunst, der Wissenschaft und des öffentlichen Lebens. Überall zeigen sich Keime und Ansätze, viel Enthusiasmus und Fleiß, aber geringe Thatkraft. Es ist das Zeitalter politischer und geistiger Zersplitterung; aber auch der Vorbereitung auf die später gewonnene Einheit; und Schumann strebte weiter: nach Erfüllung wenigstens in der Kunst und setzte sein edles Leben vergebens daran. Erst das künftige Geschlecht sollte ernten, wo jenes gesäet hatte. Dank darum den emsigen Säeleuten und nicht zum mindesten fürwahr unserem Meister. Seine Werke aber mögen im deutschen Volke immer unvergeßlich bleiben!
[11] R. Hamerling, Prosa. Bd. 1: Meine Lieblinge (Hamb. 1891).
Register der Werke Robert Schumanns.
1. Numerierte Werke.
- Thème sur le nom Abegg.[12]
- Papillons.
- Studien für Pianoforte nach Kaprizen von Paganini.
- Intermezzi.
- Impromptüs über ein Thema von Klara Wieck.
- Davidsbündlertänze. (Gewidmet Walther von Goethe.)
- Toccata.
- Allegro.
- Carnaval. Scènes mignonnes.
- VI Etudes pour le pianoforte d’après des caprices de Paganini.
- Grande Sonate (dediée à Mlle. Clara Wieck).
- Phantasiestücke.
- Etudes symphoniques (dediée Sterndale Bennett).
- Concert sans orchestre (dediée J. Moscheles).
- Kinderscenen.
- Kreisleriana (gewidmet Friedrich Chopin).
- Phantasie für Pianoforte (Franz Liszt).
- Arabeske.
- Blumenstück.
- Humoreske.
- Novelletten (Adolph Henselt).
- Sonate Nr. II.
- Nachtstücke.
- Liederkreis von Heine (Mlle. Pauline Garcia).[13]
- Myrthen. Liederkreis. („Seiner geliebten Braut“.)
- Faschingsschwank aus Wien.
- Lieder und Gesänge (Heft I).
- Drei Romanzen für Pianoforte.
- Drei Gedichte von Geibel für mehrstimmigen Gesang u. Pianoforte.
- Drei Gedichte von E. Geibel.
- Drei Gesänge von A. Chamisso.
- Scherzo, Gigue, Romanze und Fughette für Pianoforte, komponiert 1838–39.
- Sechs Lieder für vierstimmigen Männergesang.
- Vier Duette für Sopran und Tenor mit Pianoforte.
- Zwölf Gedichte von J. Kerner.
- Sechs Gedichte von Reinick.
- Zwölf Gedichte aus E. Rückerts Liebesfrühling.
- Erste Symphonie (B-Dur).
- Liederkreis von J. v. Eichendorff.
- Fünf Lieder (H. C. Andersen).
- Drei Quartette (E. Mendelssohn).
- Frauenliebe und Leben.
- Drei zweistimmige Lieder mit Pianoforte.
- Quintett für Pianoforte, Violinen, Viola, Cello (Klara).
- Romanzen und Balladen (Heft I).
- Andante und Variationen für zwei Pianoforte.
- Quartett für Pianoforte, Violine, Viola und Cello.
- Dichterliebe aus dem Buche der Lieder von Heine (Schröder-Devrient).
- Romanzen und Balladen (Heft II).
- Das Paradies und die Peri von Th. Moore für Soli, Chor, Orchester.
- Lieder und Gesänge (Heft II), komponiert 1842.
- Ouvertüre, Scherzo und Finale für Orchester.
- Romanzen und Balladen (Heft III).
- Konzert für das Pianoforte mit Orchester.
- Fünf Lieder von R. Burns für gemischten Chor.
- Studien für den Pedalflügel.
- Belsazar, Ballade von Heine.
- Skizzen für den Pedalflügel.
- Vier Gesänge für gemischten Chor.
- Sechs Fugen über den Namen Bach für Orgel.
- Zweite Symphonie (C-Dur).
- Drei Gesänge für Männerchor.
- Trio für Pianoforte, Violine und Cello (D-moll).
- Romanzen und Balladen (Heft IV).
- Ritornelle von F. Rückert für mehrstimmigen Männergesang.
- Bilder aus Osten. Impromptüs für Pianoforte zu vier Händen.
- Romanzen und Balladen für Chor (I. Heft).
- Album für die Jugend.
- Romanzen für Frauenstimmen (Heft I).
- Adagio und Allegro für Pianoforte und Horn.
- Adventlied von F. Rückert für Sopran, Chor, Orchester.
- Vier Fugen für Pianoforte (Carl Reinecke).
- Phantasiestücke für Pianoforte und Klarinette.
- Spanisches Liederspiel f. eine u. mehrere Stimmen m. Pianoforte.
- Romanzen und Balladen für Chor (II. Heft).
- Vier Märsche für Pianoforte.
- Lieder und Gesänge (Heft III).
- Vier Duette für Sopran und Tenor mit Pianoforte.
- Liederalbum für die Jugend.
- Zweites Trio (F-Dur).
- Genoveva (Oper in vier Akten nach Tieck und F. Hebbel).
- Waldscenen (Neun Klavierstücke).
- Drei Gesänge.
- Beim Abschied zu singen. (Lied f. Chor m. Instrumentalbegleitung).
- Zwölf vierhändige Klavierstücke für kleine und große Kinder.
- Konzertstück für vier Hörner und großes Orchester.
- Der Handschuh (Ballade von Schiller).
- Phantasiestücke für Pianoforte, Violine, Cello.
- Sechs Gesänge von W. von der Neun (Jenny Lind).
- Sechs Gedichte von Lenau und Requiem.
- Romanzen für Frauenstimmen (Heft II).
- Introduktion und Allegro. (Konzertstück für Pianoforte mit Orchester).
- Motette „Verzweifle nicht“ von Rückert für doppelten Männerchor und Orgel.
- Drei Romanzen für Hoboe und Pianoforte.
- Drei Gesänge von Byron mit Harfe oder Pianoforte.
- Lieder und Gesänge (Heft IV).
- Dritte Symphonie (Es-Dur).
- a) Lieder aus „Wilhelm Meister“; b) Requiem für Mignon für Soli, Chor, Orchester.
- Bunte Blätter (14 Stücke für Pianoforte). ††[14].
- Ouvertüre zur Braut von Messina für Orchester, kompon. 1851.
- Minnespiel aus Rückerts Liebesfrühling für eine und mehrere Stimmen mit Pianoforte.
- Fünf Stücke im Volkston für Cello und Pianoforte.
- Mädchenlieder von E. Kulmann f. zwei Soprane m. Pianoforte.
- Sieben Lieder von E. Kulmann.
- Sonate (A-moll) für Pianoforte und Violine.
- Schön Hedwig (Ballade von Hebbel f. Deklamation u. Pianoforte).
- Sechs Gesänge.
- Nachtlied von Hebbel f. Chor u. Orchester. (Dem Dichter gewidmet.)
- Ballscenen für Pianoforte zu vier Händen.
- Drittes Trio (G-moll). Niels Gade zugeeignet.
- Drei Phantasiestücke für Pianoforte.
- Der Rose Pilgerfahrt (Märchen nach Moritz Horn für Soli, Chor, Orchester).
- Märchenbilder (vier Stücke für Pianoforte und Viola).
- Drei Lieder für drei Frauenstimmen m. Pianoforte, kompon. 1853.
- Manfred (dramatisches Gedicht von Lord Byron).
- Der Königssohn (Ballade von Uhland, für Soli, Chor, Orchester).
- Vier Husarenlieder von Lenau.
- Drei Klaviersonaten für die Jugend, komponiert 1853.
- Drei Gedichte von S. Pfarrius.
- Vierte Symphonie (D-moll).
- Sonate (D-moll) für Violine und Pianoforte. (Ferd. David.)
- Ballade vom Haideknaben von Hebbel. Die Flüchtlinge von Shelley, für Deklamation und Pianoforte.
- Festouvertüre mit Gesang über das Rheinweinlied.
- Albumblätter (20 Klavierstücke). ††
- Fünf heitere Gesänge.
- Sieben Klavierstücke in Fughettenform, komponiert 1853.
- Lieder und Gesänge.
- Ouvertüre zu Shakespeares Julius Cäsar.
- Konzert (A-moll) für Cello mit Orchester.
- Kinderball (sechs leichte Tanzstücke zu vier Händen, für Pianoforte, komponiert 1853).
- Phantasie für Violine mit Orchester oder Pianoforte (J. Joachim).
- Märchenerzählungen (vier Stücke für Klarinette, Viola u. Pianoforte, komponiert 1853).
- Gesänge der Frühe (fünf Stücke für Pianoforte, kompon. 1853).
- Konzert-Allegro mit Introduktion für Pianoforte mit Orchester, komponiert 1853, (J. Brahms).
- Gedichte der Königin Maria Stuart.
- Ouvertüre zu Hermann und Dorothea. (Seiner lieben Klara.)[15]
- Jagdlieder aus Laubes Jagdbrevier f. vierstimmigen Männerchor.
- Spanische Liebeslieder für eine und mehrere Stimmen mit Pianoforte zu vier Händen.
- Des Sängers Fluch (Ballade nach Uhland, bearbeitet von R. Pohl für Soli, Chor, Orchester).
- Vom Pagen und der Königstochter (Balladen von Geibel, f. Soli, Chor, Orchester).
- Vier doppelchörige Gesänge.
- Vier Gesänge, komponiert 1842.
- Das Glück von Edenhall (Ballade nach Uhland, bearbeitet von Hasenclever, für Soli, Chor, Orchester).
- Neujahrslied von Rückert, für Chor und Orchester.
- Romanzen und Balladen für Chorgesang (III. Heft).
- Romanzen und Balladen für Chorgesang (IV. Heft).
- Messe für vierstimmigen Chor mit Orchester.
- Requiem für Chor und Orchester.
2. Unnumerierte Werke.
- Scenen aus Goethes Faust, für Soli, Chor, Orchester.
- Der deutsche Rhein von N. Becker, für Soli, Chor, Orchester, komponiert 1840.
- Soldatenlied von Hoffmann von Fallersleben. †
- Scherzo und Presto für Pianoforte. †
- Kanon über „An Alexis“ für Pianoforte. †
[12] op. 1–23, ausschließlich zweihändige Klavierwerke.