(sitzt im Lehnstuhl hinter dem Mitteltisch, den Unterkörper in schwarze Decken gehüllt. Vor ihm liegen Geschäftspapiere, in denen er blättert und Zahlen nachrechnet, in der linken Hand einen Bleistift haltend. Man sieht, sein rechter Arm ist gelähmt, hängt in einer schwarzen Binde. Seine Stimme klingt untergraben.)
— — Also noch knappe neun Millionen — (den Bleistift hinlegend) es geht zu Ende, Christian Wach. — (Sich mühsam nach dem Porträt umwendend) Deine Schatzgrube ist bald leer, alter Drachen! — (Hand aufs Herz legend, schwer vor sich hin) Und die Mördergrube wird immer voller — —
Die alte Anne
(tritt in die Tür, ein winziges, aber sorgsam geschmücktes Weihnachtsbäumchen auftragend)
So, Herr Christian, damit Sie doch merken, daß uns heute der Heiland geboren ist — (vor ihn hintretend) der Erlöser, lieber Herr Christian! — (Das Bäumchen auf den Tisch stellend) Gelt, ich darf es heut Abend uns anzünden; zu Heilig-Abend ist das keine Verschwendung.
Christian
Das hast du doch früher nicht getan. (Lächelnd) Du denkst wohl, jetzt bin ich hilflos genug, daß du mir neue Lichter aufstecken kannst?
Anne
Ja, ich hätt mir schon eher ein Herz fassen solln. Wir sind allesamt hilflos genug.
Christian