Er, voller Zorn auf den Fußboden stampfend: Dieser junge Mann war unbedenklich genug, sich dem Dämon in die Arme zu werfen, dem ich selber zeitlebens behutsam auswich!

Ich: Das hat der Lord Byron auch getan! und Goethe hat ihn dafür bewundert!

Er, herrisch auf meine Tischplatte klopfend: In Byron wars Kraft, ihn riß Heldenmut fort; der Andre erlag seinem mystischen Drang wie ein ungesund schwächliches Frauenzimmer.

Ich: Er hat uns als Dichter Helden enthüllt, an die keine Heldentat Byrons heranreicht.

Er, mit noch stärkeren Klopftönen: Er hätte euch wohl noch mehr enthüllt, wenn man ihm Mannszucht hätte eintreiben können. Er hatte das Zeug zu einem Shakespear, wenn er kein Hamlet gewesen wäre. Er strebte nur heldisch, sobald man sein Selbstbewußtsein mit härtestem Stachel zum Trotz aufreizte; er war nicht über sein Schicksal erhaben.

Ich: Er war es immerhin bis zu dem Grade, daß er das alles im Prinzen von Homburg mit klarster Erkenntnis dargestellt hat.

Er, immer noch mit umwölkter Stirn: Und da hatte der Dämon sich erschöpft! —

Ich: So wäre denn dieser bedeutende Künstler seinen Instinkten allzu naiv gefolgt?!

Er, mit verteufelter Anerkennung: Sie sind wirklich gründlichst raffiniert, werter Freund!