Regierungsrat

Also ein vorbildlicher Wert, der immer weiter und höher zunehmen kann, und somit der höchsten Beachtung aller Strebsamen würdig.

Christian Wach

(sich wieder auf die Stuhllehne stützend)

Ich verstehe, Herr Oberregierungsrat — und das wird mir ein Ansporn, wie Sie gütigst sagten, zu weiterer Betä-tä-tätigung sein; obgleich die unverminderte Kraft, von der Sie, Herr Oberbürgermeister, mit Ihrer bekannten Freundlichkeit sprachen, leider an die selbstsüchtigen Schranken meiner angegriffenen N-N-Nerven gebunden ist. Bitte, wollen wir uns nicht setzen?

Bürgermeister

In Rücksicht auf Ihre werte Gesundheit möchte ich meinerseits vorziehen, mich jetzt ergebenst zu empfehlen; nicht ohne dem herzlichen Wunsche Ausdruck zu geben, daß es Ihnen bald wieder vergönnt sein möge, an den geselligen Freuden Ihrer Mitbürger einigermaßen teilzunehmen. Ich habe im Anschluß an die Sitzung, in der wir Ihre Ehrung beschlossen, die Gelegenheit wahrgenommen, einen neuen Verein zu gründen, der alle wohlgesinnten Elemente unserer strebsamen Landeshauptstadt allmählich konsolidieren soll: die Gesellschaft der Menschenfreunde! Ich gebe mich der Hoffnung hin, auch Sie, verehrter Herr Ehrenbürger, demnächst als Mitglied begrüßen zu dürfen.

Christian Wach

Außerordentlich schmeichelhaft. Aber verzeihen Herr Oberbürgermeister: meine N-Nerven erlauben mir wirklich nicht, an solchen m-menschenfreundlichen Sitzungen mit der nötigen Ausdauer teilzunehmen.

Bürgermeister