»Ich glaube, Sie verwechseln mich mit Sr. Exzellenz dem Herrn Kriegsminister. Aber ich fürchte, auch der könnte Ihnen keine ganz sichere Auskunft geben.«
Ein Herr mit glattrasiertem Gesicht, der neben Frau Josepha gesessen hatte, stand auf.
»I muß eh' schon z' Haus, die verwaisten Kinder schreien nach ihren Vatter! Also, wenn's meinen Platz hab'n wolln, Herr Hauptmann ...« Er fühlte einen Widerwillen, klappte die Hacken zusammen.
»Bitte sehr, sich durch mich nicht stören zu lassen! Meine Kameraden, mit denen ich hierher gekommen bin, erwarten mich.«
Frau Josepha stand auf, drückte den glattrasierten Herrn auf seinen Platz zurück.
»Sie kommen noch früh genug in den Klub, Ihre paar Kreuzerln los zu werden ... und erlauben's mal ...« Sie trat aus der Loge, raffte ihr Kleid mit beiden Händen und machte vor Gaston einen leichten Knix.
»Für mich haben's vielleicht noch ein paar Minuten übrig. 'Damenwahl' hat der Maître unten ausgerufen ... darf ich bitten, Herr Hauptmann?«
Er trat unwillkürlich einen halben Schritt zurück.
»Um Gottes willen, gnädige Frau, das geht doch nicht ...«
»Ah was ...« Sie warf den Kopf in den Nacken. »Es geht schon in einem hin, und mir ist halt gerad' so zumut.«