Hauptmann von Sternheimb sprang auf.

»Mann Gottes, und das sagen Sie mit so einer Leichenbittermiene? Sausen wieder mal über ein paar Dutzend Vordermänner weg – unter anderen auch über mich – kommen in die Front, während wir hier wie die Kulis im Schwitzkasten sitzen müssen. Die hohe Dame, die da unten in der kleinen süddeutschen Residenz Ihre Schicksale lenkt, scheint wieder einmal recht tätig gewesen zu sein.«

Gaston verfärbte sich.

»Wie meinen Sie das, Herr von Sternheimb?«

Der andere wurde ein wenig verlegen.

»Entschuldigen Sie, das ist mir so herausgefahren. Aber es geht hier unter uns eine Legende, Sie erfreuten sich da unten in Süddeutschland, noch von Ihrem seligen Herrn Vater her, ganz besonders guter Beziehungen.«

»Das ist ein Irrtum. Mein Papa ist gestorben, als ich kaum ein Jahr alt war. Ich habe mir mein bißchen Weg allein gemacht, ohne jede Protektion! Die Versetzung jetzt zu so ungewöhnlicher Zeit verdanke ich unserem Abteilungschef. Er hat sie mir selbst angetragen!«

Herr von Sternheimb lächelte vielsagend.

»Er schien Ihnen schon immer wohlgewogen zu sein. Na dann: gratuliere herzlichst!«

Gaston runzelte die Stirn. So wie der hier, dachten alle übrigen. Kameradschaft existierte doch nur dort, wo einer den anderen nicht zu beneiden hatte.