Es gibt viele „Wahrheiten“, die den Umgang mit der Vernunft als einen zu schlechten Verkehr ablehnen.


Wenn man sich über die Dummheit der andern nicht aufregt, sondern dazu lächelt, nennen sie einen herzlos.


Diplomat sein, heißt den andern nicht zum Bewußtsein kommen lassen, daß man sie getäuscht habe. Die meisten Diplomaten glauben ein Übriges getan zu haben, wenn sie „beobachten“ und über Beobachtungen berichten. Dann wäre, theoretisch gesprochen, eine Tarnkappe das unentbehrlichste Requisit des Diplomaten. Nach demselben Trugschluß könnte die vervollkommnete Photographie in Farben den — Maler ersetzen.


Man erzählt von einem erschrecklich raffinierten Kirchenfürsten, der dem Besucher im vollen Sonnenlicht seinen Platz angewiesen habe, während er selbst im Schatten verblieben sei, um unbeobachtet beobachten zu können. Ich vermag leider nur zu konstatieren, daß der schlaue Kirchenfürst keine Manieren besessen haben muß. Sicherlich hätte ich in dieser Situation meinen Fauteuil vom blendenden Licht gelassen abgerückt.


Etwas, was die „Gebildeten“ in ihrem gefrornen Dünkel nicht ahnen, ist die unsichtbare Gemeinschaft der Gläubigen an den heiligen Geist und ihre Hierarchie (Stufen und Grade der Nähe).