Dann desto tiefere Dunkelheit!
Ich sprang herunter, um zu helfen — Dutzende müssen tot sein!
Einige weiße Flecke lagen auf der Straße, alles andere entfloh mit gelösten Haaren, flatternden Nachtkleidern.
An einer Akazie knieten eine Mutter und ihre beiden Kinder, die laut beteten — einige andere lagen halb bewußtlos vor Schreck auf der Erde.
Eine Granate, anscheinend ein Ausreißer, denn alle folgenden Salven gingen wieder nach dem Bahnhof, war mitten in dem Makadam der Akazienstraße krepiert, hatte ein trichterförmiges Loch ausgehoben, aber — es ist mir heute noch unbegreiflich — trotz dem dichten Menschenknäuel, das die Straßen beinahe sperrte, niemand getötet, niemand verletzt! —
Das weitere Dröhnen der nächtlichen Beschießung tat seine Wirkung: in wenigen Sekunden waren auch die halb Bewußtlosen wieder auf den Beinen, und der Unterstand verschlang in seinem schützenden Bauch das verzweifelte Gewimmel.
Leer, stockfinster lag die Akazienstraße wieder da!
Nur am Himmel blitzte es in gleichmäßigen Zwischenräumen, sausend zogen die Granaten ihren Weg!
Noch dreimal, viermal — dann plötzlich lautlose Stille!
Das Klappern der Hufe meines Maultieres widerhallte von dem harten Boden, nachtdunkel gähnte vor mir die öde Pugustraße, schemenhaft glitten rechter Hand eingefallene und verbrannte Inderhäuser und Eingeborenenhütten vorüber. — — —