»That’s one of your naval guns« meint der Engländer!

»Ja!«

Gedankenvoll sehe ich es an. Von Deutschland fuhr es über die blaue See hierher, hat hier zum erstenmal seinen Mund geöffnet, um den Salut für den Gouverneur zu donnern.

Dann zog es in den Krieg! Im Golf von Aden hat es gesprochen, vor Sansibar Eisenhagel auf einen brennenden Engländer geschleudert.

Treu ging es mit seinem zerschossenen Kreuzer in den Fluten des Rufiji unter, schießend bis zum letzten Augenblick.

Wieder hervorgeholt, hat es Afrikas Steppen durchzogen, im Gleichtakt von schwarzen, eingeborenen Massen geschleppt bis zum äußersten Süden — — hat noch Tausende von Malen gedröhnt und Eisen gespien.

Die Wälder von Mahiwa wurden dann sein Grab.

Die Engländer haben es wiedergefunden und zusammengesetzt — — nun steht es hier einsam, verlassen, um später wohl irgendwo als Schaustück zu dienen — mit verbogenen Rädern und ausgeschossenem Rohr, einsam, verlassen in dem Getümmel von fremden Menschen, in der verpesteten Luft, sonst nur an die frische Brise der See oder den Hauch der Steppe gewöhnt.

Ohrenbetäubend rattern Lastkraftwagen voll von johlenden Tommies vorüber, eine englische Askarikompanie marschiert singend vorbei.

Unwillkürlich erhasche ich einige der Kisuaheliwörter — — sie singen ein schamloses Spottlied auf den Kaiser.