Makatumbe fliegt vorüber. Wir drehen nach Süden, kleiner und kleiner wird der Streifen der Küste, kaum sind mehr ihre hohen Palmen zu erkennen. Nur die weißen, hohen Rauchsäulen steigen fast senkrecht in die klare Luft!

Noch immer steht alles an der Reeling, die meisten schweigend! Verlieren doch fast alle hier eine Heimat, die sie geliebt — — die immer im Sonnenglanze dagelegen!

Ernst sehen die Männer hinüber, ernst und schweigend — — würden ihre Augen Tränen kennen, so wären sie jetzt feucht!

Über vier Jahre haben sie dieses unermeßliche Land dort drüben verteidigt, Fuß um Fuß, Schritt um Schritt, haben es lieben gelernt, wie nur ein Mann die Scholle lieben kann, für die er kämpft.

Jetzt liegt es dort drüben im Glanze der untergehenden Sonne, lang fallen seine Schatten auf die See, hoch steigen die hellen Rauchwolken, zarter Dunst wogt auf den im Westen verschwimmenden Höhenzügen, die sich unendlich ausdehnen bis an den Tanganjika-, an den Njassasee. — — Alle waren einst deutsch — — alle sind es nicht mehr!

Viele Stämme von getreuen Schwarzen leben dort. — — Alle waren einst deutsch — alle sind es nicht mehr!

Tausende von Weißen arbeiteten, kämpften und freuten sich dort. — — Wo sind sie? — Wir hundert sind die letzten! —

Vielen sind die dunstigen, blauen Hügel dort drüben, die unermeßlichen Steppen da hinten zur letzten Ruhestätte geworden. Sie sind und bleiben deutsch, wenn es auch der Boden, der sie birgt, nicht mehr ist! — —

Und nach Westen starrt alles mit brennenden Augen! Die Sonne hat sich jetzt glutrot hinter die blauen Silhouetten gesenkt, für kurze Zeit schimmert noch ein purpurnes Feuerband darüber, dann verblassen die Farben! — —

Die Reeling wird leer!