Zitternd, flimmernd liegt der heiße Dunst des Mittags über der weiten Landschaft, einem Bild, das den Ozean, die Steppe, Flüsse, Sümpfe und Gebirge umfaßt, das als winzige Punkte zwei von der sengenden Sonne beschienene Todfeinde zeigt.
Ein helles Klingen geht durch die dampfende, glühende Luft. Millionen von Grillen und Zykaden zirpen, pfeifen und singen. —
Weiter stapft der Wanderer durch den tiefen Sand. — — —
Blauschwarze Nacht liegt über den weiten Mangrovenniederungen und der flachen Steppe — blauschwarze Nacht über dem dazwischen schimmernden Arm des Rufiji, der schlafenden »Königsberg«.
Schwüle Hitze lastet über dem Deck, noch schwülere in den Kammern.
Der Ventilator drückt gleichmäßig summend und surrend einen starken Luftstrom durch die Moskitonetze auf die nackten, schweißnassen Körper der Schlafenden.
Der Kreuzer, nur Blech, Eisen und Stahl, sammelt unter Tage zwölf Stunden lang die glühende Hitze der strahlenden Sonne, bis seine Decks so brennen, daß es durch Sohlen- und Stiefelleder geht. Nachts strahlt er zwölf Stunden lang diese Glut wieder aus.
Unruhig und stöhnend wälzen sich die Schläfer, ab und zu mit der Hand den rinnenden Schweiß aus der Stirne streichend. —
»Zehn Minuten vor zwölf Uhr!«