Hymen fimbriatus.

Fig. 14.

Deflorirter Hymen fimbriatus.

Angeborene Einkerbungen und Fimbrienbildung am Hymen.

Abgesehen von solchen grösseren Einkerbungen findet sich der freie Hymenrand nicht selten in seiner ganzen Ausdehnung gleichmässig fein gekerbt und in einzelnen Fällen wie mit stärkeren, jedoch weichen, meist kurzen Wimpern besetzt — Hymen fimbriatus. Letztere Hymenform hat Luschka[54] zuerst beschrieben und abgebildet ([Fig. 13]). Einen ebenso schönen Fall aus unserer Sammlung zeigt [Fig. 14], der dadurch noch interessanter ist, dass er von einer jungen Frau stammt, die zwei Tage nach der Brautnacht an Ulcus ventriculi perforans gestorben war. Die Fimbrienbildung ist hier besonders ausgezeichnet, und in der linken Hälfte der unteren Peripherie findet sich ein seichter Einriss. Geringere Grade von Fimbrienbildung am Hymenrande sind häufig (v. [Fig. 10]), und wir haben uns überzeugt, dass eine derartig gewimperte und auch die gleichmässig gekerbte Beschaffenheit des Hymenrandes vorzugsweise am gelappten Hymen sich findet, wodurch dieses, wie Luschka richtig bemerkt, eine gewisse Aehnlichkeit mit einer Blumenkorolle erhält.

Fig. 15.

Ringförmiger Hymen septus.