„Unendlich!“ rief ich.

Sie lachte auf; es war ein böses, gellendes Gelächter, bei dem es mich kalt überrieselte.

„Früher träumtest du, der Sklave, das Spielzeug eines schönen Weibes zu sein, jetzt bildest du dir ein, ein freier Mensch, ein Mann, mein Geliebter zu sein, du Thor! Ein Wink von mir, und du bist wieder Sklave. — Auf die Knie.“

Ich sank von der Ottomane herab zu ihren Füßen, mein Auge hing noch zweifelnd an dem ihren.

„Du kannst es nicht glauben,“ sprach sie, mich mit auf der Brust verschränkten Armen betrachtend, „ich langweile mich, und du bist eben gut genug, mir ein paar Stunden die Zeit zu vertreiben. Sieh mich nicht so an —“

Sie trat mich mit dem Fuße.

„Du bist eben, was ich will, ein Mensch, ein Ding, ein Tier —“

Sie klingelte. Die Negerinnen traten ein.

„Bindet ihm die Hände auf den Rücken.“

Ich blieb knien und ließ es ruhig geschehen. Dann führten sie mich in den Garten hinab bis zu dem kleinen Weinberg, der ihn gegen den Süden begrenzt. Zwischen den Traubengeländen war Mais angebaut gewesen, da und dort ragten noch einzelne dürre Stauden. Seitwärts stand ein Pflug.