Sie machte hierauf aus einem starken Seile eine Schlinge, warf sie mir über den Kopf und ließ sie bis zu den Hüften hinabgleiten, dann zog sie sie fest zusammen und band mich an die Säule.
Mich faßte in diesem Augenblicke ein seltsamer Schauer.
„Ich habe das Gefühl, wie wenn ich hingerichtet würde,“ sagte ich leise.
„Du sollst auch heute einmal ordentlich gepeitscht werden!“ rief Wanda.
„Aber nimm die Pelzjacke dazu,“ sagte ich, „ich bitte dich.“
„Dies Vergnügen kann ich dir schon machen,“ antwortete sie, holte ihre Kazabaika und zog sie lächelnd an, dann stand sie, die Arme auf der Brust verschränkt, vor mir und betrachtete mich mit halbgeschlossenen Augen.
„Kennst du die Geschichte vom Ochsen des Dionys?“ fragte sie.
„Ich erinnere mich nur dunkel, was ist damit?“
„Ein Höfling ersann für den Tyrannen von Syrakus ein neues Marterwerkzeug, einen eisernen Ochsen, in welchen der zum Tode Verurteilte gesperrt und in ein mächtiges Feuer gesetzt wurde.