„Sie sind köstlich!“ rief Wanda, gab ihm einen Kuß und half ihm in den Pelz hinein.

„Darf ich ihn wirklich peitschen?“ fragte er.

„Machen Sie mit ihm, was Sie wollen,“ entgegnete Wanda.

„Bestie!“ stieß ich empört hervor.

Der Grieche heftete seinen kalten Tigerblick auf mich und versuchte die Peitsche, seine Muskeln schwollen, während er ausholte und sie durch die Luft pfeifen ließ, und ich war gebunden wie Marsyas und mußte sehen, wie sich Apollo anschickte, mich zu schinden.

Mein Blick irrte im Zimmer umher und blieb auf der Decke haften, wo Simson zu Delilas Füßen von den Philistern geblendet wird. Das Bild erschien mir in diesem Augenblicke wie ein Symbol, ein ewiges Gleichnis der Leidenschaft, der Wollust, der Liebe des Mannes zum Weibe. „Ein jeder von uns ist am Ende ein Simson,“ dachte ich, „und wird zuletzt wohl oder übel von dem Weibe, das er liebt, verraten, sie mag ein Tuchmieder tragen oder einen Zobelpelz.“

„Nun sehen Sie zu,“ rief der Grieche, „wie ich ihn dressieren werde.“ Er zeigte die Zähne und sein Gesicht bekam jenen blutgierigen Ausdruck, der mich gleich das erste Mal an ihm erschreckt hatte.