„Ein kurioses Mittel,“ erwiderte ich, „das mag bei deinen Bäuerinnen —“

„O! die sind daran gewöhnt,“ antwortete er lebhaft, „aber denke dir die Wirkung bei unsern feinen, nervösen, hysterischen Damen —“

„Aber die Moral?“

„Daß das Weib, wie es die Natur geschaffen und wie es der Mann gegenwärtig heranzieht, sein Feind ist und nur seine Sklavin oder seine Despotin sein kann, nie aber seine Gefährtin. Dies wird sie erst dann sein können, wenn sie ihm gleich steht an Rechten, wenn sie ihm ebenbürtig ist durch Bildung und Arbeit.

Jetzt haben wir nur die Wahl, Hammer oder Ambos zu sein, und ich war der Esel, aus mir den Sklaven eines Weibes zu machen, verstehst du?

Daher die Moral der Geschichte: Wer sich peitschen läßt, verdient, gepeitscht zu werden.

Mir sind die Hiebe, wie du siehst, sehr gut bekommen, der rosige, übersinnliche Nebel ist zerronnen und mir wird niemand mehr die heiligen Affen von Benares[5] oder den Hahn des Plato[6] für ein Ebenbild Gottes ausgeben.“

Anmerkungen zu „Venus im Pelz“.