„Fassen Sie sich doch,“ sagte sie, beugte sich zu mir und küßte mich auf die Stirne. „Ich bin Ihnen ja von Herzen gut, aber das ist nicht der Weg, mich zu erobern, mich festzuhalten.“

„Ich will ja alles, alles tun, was Sie wollen, nur Sie nie verlieren,“ rief ich, „nur das nicht, den Gedanken kann ich nicht mehr fassen.“

„Stehen Sie doch auf.“

Ich gehorchte.

„Sie sind wirklich ein seltsamer Mensch,“ fuhr Wanda fort, „Sie wollen mich also besitzen um jeden Preis?“

„Ja, um jeden Preis.“

„Aber welchen Wert hätte z. B. mein Besitz für Sie?“ — Sie sann nach, ihr Auge bekam etwas Lauerndes, Unheimliches — „wenn ich Sie nicht mehr lieben, wenn ich einem andern gehören würde?“ —

Es überlief mich. Ich sah sie an, sie stand so fest und selbstbewußt vor mir, und ihr Auge zeigte einen kalten Glanz.

„Sehen Sie,“ fuhr sie fort, „Sie erschrecken bei dem Gedanken.“ Ein liebenswürdiges Lächeln erhellte plötzlich ihr Antlitz.