Und sie sagte noch mehr, als ich zu verstehen wagte, eine solche schmachtende Hingebung lag in Wandas ganzem Wesen und welche wollüstige Weichheit in ihren halbgeschlossenen, dämmernden Augen, in der unter dem weißen Puder leicht schimmernden roten Flut ihres Haares, in dem weißen und roten Atlas, welcher bei jeder Bewegung um sie knisterte, dem schwellenden Hermelin der Kazabaika, in den sie sich nachlässig schmiegte.

„Ich bitte dich,“ stammelte ich, „aber du wirst böse sein.“

„Mache mit mir, was du willst,“ flüsterte sie.

„Nun, so tritt mich, ich bitte dich, ich werde sonst verrückt.“

„Habe ich dir nicht verboten,“ sprach Wanda strenge, „aber du bist unverbesserlich.“

„Ach! ich bin so entsetzlich verliebt.“ Ich war in die Knie gesunken und preßte mein glühendes Gesicht in ihren Schoß.

„Ich glaube wahrhaftig,“ sagte Wanda, nachsinnend, „dein ganzer Wahnsinn ist nur eine dämonische, ungesättigte Sinnlichkeit. Unsere Unnatur muß solche Krankheiten erzeugen. Wärst du weniger tugendhaft, so wärst du vollkommen vernünftig.“

„Nun, so mach’ mich gescheit,“ murmelte ich. Meine Hände wühlten in ihrem Haare und in dem schimmernden Pelz, welcher sich, wie eine vom Mondlicht beglänzte Welle, alle Sinne verwirrend, auf ihrer wogenden Brust hob und senkte.