„Wenn du ihn mir zeigen willst, mein Freund, so werde ich glücklich sein!“

Und sie folgte ihm hinauf in die Sternwarte. Dort herrschte magisches Licht. Romulus Futurus streckte den Arm aus und wies empor zu dem rotschimmernden Ball, der am kaltgrauen Himmel mit schrecklicher Deutlichkeit stand, so groß, so nahe, so drohend, daß man die Empfindung hatte, als müsse er jeden Augenblick herabstürzen, alles unter sich begrabend.

Frau Fabia schauderte.

„Und doch, heute möchte ich sterben!“ flüsterte sie. „Ich habe das größte Glück meines Lebens genossen, denn ich empfand, daß du mich immer noch liebst!“

Romulus Futurus wandte sich betreten ab, gepeinigt von seinem Gewissen. Da ging die Türe im rückwärtigen Raume auf und eine Gestalt trat ein.

John Crofton hatte nicht den Mut gefunden, Frau Fabia so gegenüberzutreten, wie er war. Er trug eine schwarze Maske vor dem Gesicht und einen purpurroten

Mantel über den Schultern. Frau Fabia, deren Sinne wirr waren unter dem direkten Einfluß des roten Lichtes, das sie umgab, schmiegte sich ängstlich an ihren Gatten und flüsterte.

„Sage mir, Romulus, wer ist das?“

Romulus Futurus löste ihre Arme fast mit Gewalt von seinem Körper und stieß sie dem entgegen, der eingetreten war. Frau Fabia sah die weißen, gepflegten Hände Croftons, der sich bereit machte, auf sie zuzugehen. Und von unbestimmter Furcht ergriffen, flüchtete sie nach dem anderen Ende der Sternwarte und schrie:

„Rette mich, Romulus, ich fürchte mich.“