Der Squire erwartete mich am Achterfenster und seine ganze Schwäche war von ihm gewichen. Er fing die Leine auf, befestigte sie und wir fingen an in wilder Eile das Boot zu beladen. Gesalzenes Schweinefleisch, Pulver und Zwieback war die Ladung, und nur je eine Muskete und ein Entermesser für den Squire, mich, Redruth und den Kapitän. Die übrigen Waffen und das restliche Pulver warfen wir über Bord in das zweieinhalb Fuß hohe Wasser, so daß wir den blitzenden Stahl weit unter uns auf dem sauberen, sandigen Grunde in der Sonne glänzen sehen konnten. Indessen begann die Ebbe einzusetzen und das Schiff schaukelte um den Anker. Man hörte in der Richtung der beiden Ruderboote schwache Hallorufe. Trotzdem uns das betreffs Joyce und Hunter beruhigte, die sich weit östlich davon befanden, so war es nun doch höchste Zeit für unsere Gesellschaft, sich auf den Weg zu machen. Redruth zog sich von seinem Platz in der Galerie zurück und sprang in das Boot, welches wir dann an die Gillung des Schiffes ruderten, um es dem Kapitän leichter zu machen.
„Nun Leute,“ sagte er, „hört ihr mich?“ Vom Vorkastell kam keine Antwort.
„Mit dir Abraham Gray — mit dir rede ich.“
Wieder keine Antwort.
„Gray“, wiederholte etwas lauter Kapitän Smollett. „Ich verlasse dieses Schiff und befehle dir deinem Kapitän zu folgen. Ich weiß, du bist im Grunde ein ordentlicher Kerl und ich meine, nicht einer von euch ist so schlecht, wie er sich macht. Ich habe meine Uhr in der Hand und gebe dir dreißig Sekunden, mir zu folgen.“
Es blieb still.
„Komm, mein wackerer Junge,“ fuhr der Kapitän fort, „überleg es dir nicht so lange, ich riskiere mein Leben und das meiner beiden Herren mit jeder Sekunde.“
Plötzlich entstand eine Balgerei, man hörte Schläge und heraus stürzte Abraham Gray mit einem Messerstich in der Wange und lief auf den Kapitän zu wie ein Hund, dem man gepfiffen hat.
„Ich bin mit Euch, Herr“, sagte er.