„Na,“ sagte er, „das sind doch ganz sicher Eure Freunde.“

„Viel wahrscheinlicher sind es die Meuterer!“ antwortete ich.

„Das!“ rief er aus. „Nein, an einem solchen Ort, wo niemand anderes hinkommt als ‚Glücksritter‘, da würde Silver die Freibeuterflagge hissen, das ist doch ganz sicher. Nein! Das sind Eure Freunde. Es ist auch zu Schlägen gekommen und ich denke Eure Freunde sind die stärkeren geblieben und nun sind sie hier in der alten Umzäunung, die Flint vor vielen Jahren errichtet hat. Oh! das war ein gescheiter Kerl, dieser Flint; bis auf den Rum war keiner ihm gleich. Und fürchtete sich vor niemandem. Nur Silver — Silver war so aalglatt.“

„Nun,“ sagte ich, „das mag schon so sein, um so mehr muß ich eilen und zu meinen Freunden hin.“

„Nein Kamerad,“ erwiderte Ben, „das werdet Ihr nicht tun, Ihr seid ein guter Junge, wenn ich nicht sehr irre, aber doch seid Ihr nur ein Junge alles in allem. Nun, Ben Gunn ist pfiffig; nicht einmal Rum würde mich hinbringen, dorthin, wo Ihr hingeht — nein, nicht einmal Rum, bis ich Euren wohlgebornen Gentleman sehe und sein Ehrenwort habe. Und Ihr werdet meine Worte nicht vergessen — bedeutend mehr Vertrauen (so werdet Ihr es sagen) ist nötig — und dann werdet Ihr ihn so kneifen.“

Und er zwickte mich zum drittenmal, immer mit der gleichen Miene von Schlauheit.

„Und wenn man Ben Gunn braucht, so wißt Ihr, wo er zu finden ist, Jim. Genau dort, wo Ihr ihn heute gefunden habt. Und der, der kommt, muß etwas Weißes in der Hand tragen und allein kommen.

Oh, und dann müßt Ihr es so sagen: ‚Ben Gunn‘, sagt Ihr, ‚hat schon seine eigenen Gründe.‘“

„Nun,“ sagte ich, „ich glaube zu verstehen: Ihr habt etwas vorzuschlagen und wünscht den Squire und den Doktor zu sehen und seid dort zu finden, wo ich Euch gefunden habe. Ist das alles?“

„Und wann? müßt Ihr sagen“, fügte er hinzu. „Nun etwa von Mittag bis sechs Uhr.“