Nicht einer von uns rührte sich. Die wüstesten Beschimpfungen ausstoßend kroch er auf dem Sand hin, bis er sich am Tor aufrichten und wieder auf seine Krücke stellen konnte. Dann spuckte er in den Brunnen.
„Da!“ schrie er, „das ist meine Meinung von Euch. Es wird keine Stunde dauern und Euer altes Blockhaus da werde ich anzünden wie eine Rumtonne. Lacht nur, zum Donner, lacht! Ehe eine Stunde vorbei ist, werdet Ihr im Jenseits lachen und die, die gleich sterben, können von Glück sagen!“
Und mit einem schrecklichen Fluch humpelte er fort, wälzte sich den Sand hinunter, kam nach vier oder fünf mißlungenen Versuchen mit Hilfe des Fahnenträgers glücklich über die Umzäunung und verschwand einen Augenblick später zwischen den Bäumen.
Einundzwanzigstes Kapitel
Der Angriff
Sobald Silver verschwunden war, wandte sich der Kapitän, der ihn genau beobachtet hatte, wieder in das Innere des Hauses und fand keinen einzigen von uns, außer Gray, auf seinem Posten. Das war das erstemal, daß wir ihn wütend sahen.
„Wachen!“ brüllte er, und als wir alle an unsere Plätze gestürzt waren, sagte er: „Gray, deinen Namen werde ich ins Logbuch eintragen. Du bist bei deiner Pflicht geblieben wie ein ordentlicher Seemann. Herr Trelawney, ich bin überrascht über Ihr Benehmen, Herr Doktor, ich glaubte, Ihr hättet des Königs Rock getragen! Wenn Ihr so bei Fontenoy gedient habt, Herr, so wäret Ihr besser in Eurer Koje geblieben.“
Die Leute des Doktors standen alle wieder an ihren Schießscharten, die anderen luden fleißig die übrigen Gewehre und alle hatten einen roten Kopf und ließen die Nase hängen.
Der Kapitän sah eine Weile schweigend zu, dann erst sprach er.
„Leute,“ sagte er, „ich habe Silver absichtlich ordentlich eingeheizt und noch ehe eine Stunde um ist, wird, wie er es verkündigte, die Sache losgehen. Sie sind in der Überzahl, das brauche ich euch nicht erst zu sagen. Aber wir kämpfen in Deckung und noch vor einer Minute hätte ich gesagt wir kämpfen diszipliniert. Ich zweifle nicht daran, daß wir sie hauen können, wenn ihr wollt.“