»Wie ich hörte, hast du uns beschimpft. Noch dazu vor Basini. Weswegen?«

Törleß gab keine Antwort.

»Du weißt, daß wir uns solches nicht bieten lassen. Weil aber du es bist, dessen launenhafte Einfälle wir ja gewöhnt sind und nicht hoch anschlagen, wollen wir die Sache ruhen lassen. Nur eines mußt du tun.« Trotz dieser freundlichen Worte war etwas böse Wartendes in Beinebergs Augen.

»Basini kommt heute Nacht in die Kammer; wir werden ihn dafür züchtigen, daß er dich aufhetzte. Wenn du uns weggehen siehst, komme nach.«

Aber Törleß sagte nein: »... Ihr könnt machen, was ihr wollt; mich müßt ihr dabei aus dem Spiele lassen.«

»Wir werden heute Nacht Basini noch genießen, morgen liefern wir ihn der Klasse aus, denn er beginnt sich aufzulehnen.«

»Macht, was ihr wollt.«

»Du wirst aber dabei sein.«

»Nein.«

»Gerade vor dir muß Basini sehen, daß ihm nichts gegen uns helfen kann. Gestern weigerte er sich schon unsere Befehle auszuführen; wir haben ihn halbtot geschlagen und er blieb dabei. Wir müssen wieder zu moralischen Mitteln greifen, ihn erst vor dir, dann vor der Klasse demütigen.«