Beineberg und Reiting standen wie zwei Bändiger zu seinen Seiten.
Das probate Mittel des Entkleidens machte, nachdem man die Türen verschlossen und Posten ausgestellt hatte, allgemeinen Spaß.
Reiting hielt ein Päckchen Briefe von Basinis Mutter an diesen in seiner Hand und begann vorzulesen.
»Mein gutes Kind ...«
Allgemeines Gebrülle.
»Du weißt, daß ich von dem wenigen Gelde, über das ich als Witwe verfüge ...«
Unflätiges Lachen, zügellose Scherze flattern aus der Masse auf. Reiting will weiter lesen. Plötzlich stößt einer Basini. Ein anderer, auf den er dabei fällt, stößt ihn halb im Scherze, halb in Entrüstung zurück. Ein dritter gibt ihn weiter. Und plötzlich fliegt Basini, nackt, mit von der Angst aufgerissenem Munde, wie ein wirbelnder Ball, unter Lachen, Jubelrufen, Zugreifen aller im Saale umher – von einer Seite zur andern – stößt sich Wunden an den scharfen Ecken der Bänke, fällt in die Knie, die er sich blutig reißt – und stürzt endlich blutig bestaubt, mit tierischen, verglasten Augen zusammen, während augenblicklich Schweigen eintritt und alles vordrängt, um ihn am Boden liegen zu sehen.
Törleß schauderte. Er hatte die Macht der fürchterlichen Drohung vor sich gesehen.
Und immer noch wußte er nicht, was Basini tun werde.
In der nächsten Nacht sollte Basini an ein Bett gebunden werden und man hatte beschlossen, ihn mit Florettklingen durchzupeitschen.