Basini machte eine abwehrende Bewegung. Reiting drohte wieder, auf ihn zu springen. Da sagte Basini: »Aber ich bitte euch um Gottes willen, ich konnte nicht anders.«

»Schweig!« schrie Reiting, »deine Ausreden haben wir satt. Wir wissen nun ein für allemal, wie wir mit dir daran sind und werden uns danach richten ...«

Es trat ein kurzes Schweigen ein. Da sagte plötzlich Törleß leise, fast freundlich: »Sag doch, ich bin ein Dieb.«

Basini machte große, fast erschrockene Augen; Beineberg lachte beifällig.

Aber Basini schwieg. Da gab ihm Beineberg einen Stoß in die Rippen und schrie ihn an:

»Hörst du nicht, du sollst sagen, daß du ein Dieb bist! Sofort wirst du es sagen!«

Abermals trat eine kurze, kaum wägbare Stille ein; dann sagte Basini leise, in einem Atem und mit möglichst harmloser Betonung: »Ich bin ein Dieb.«

Beineberg und Reiting lachten vergnügt zu Törleß hinüber: »Das war ein guter Einfall von dir, Kleiner,« und zu Basini: »Und jetzt wirst du sofort noch sagen: ›Ich bin ein Tier ein diebisches Tier, euer diebisches, schweinisches Tier!‹«

Und Basini sagte es, ohne auszusetzen und mit geschlossenen Augen.

Aber Törleß hatte sich schon wieder ins Dunkel zurückgelehnt. Ihm ekelte vor der Szene und er schämte sich, daß er seinen Einfall den anderen preisgegeben hatte.