„Unter diesen Umständen, Herr Direktor, werden Sie mir, fürchte ich...“
„Keine hohe Gage zahlen wollen? Das erstemal natürlich nicht viel – ich weiß nicht, wie Sie meinem Publikum gefallen...“
„Und das zweitemal bin ich nicht mehr neu. Ich kenne das.“
„Sie werden bitter, Herr Roda. Ich mache Sie aufmerksam: Ihre sehr geschätzte Kraft ist mir nicht unbedingt vonnöten. Es ist da eben ein dressierter Buckelochs frei, der gleichfalls sehr humoristisch wirkt.“
Eingeschüchtert unterschrieb ich den Vertrag.
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Ich will von dem Münchener Künstlervariété nicht viel erzählen. Es hatte bald ausgelitten.
Ein Riesenbetrieb. Kein Mensch kannte sich aus.
Da war zunächst Geißler, der Direktor. Er hatte einen artistischen Sekretär, einen Geschäftssekretär und einen Dramaturgen. Der Dramaturg war mit zwanzig Prozent beteiligt, dem einen Sekretär gebührte die Hälfte des Reingewinns, dem andern ein Viertel der Bruttoeinnahme. Alle Herren zusammen hießen: die Konzessionäre.