„Ja – aber...“

„Hände hoch!“

Ja – aber... er sei doch eben erst auf der Polizei gewesen – hier – hier auf dem Nachttischchen habe er den Schein...

Weiter kam er nicht. Pardautz! – hatte er eine rechts an der Schnauze, eine links – einen Kolben im Bauch – er merkte gleich, das waren Frontsoldaten. Und die Hände hoch sollt er halten, sowie das Mäu und augenblicklich mit auf die Polizei wandern.

„Herrgottfix – des is ja scho wieder der Tobias Leinzeltner und net der Georg,“ riefen die Räte zornig, sowie er sich nur zeigte. „Was willst denn du bei uns, du damisches Rindviech, damisches? Schaug, daß d in Schwung kimmst, sonst wern mir dir scho helfen, du Bazi!“

Na, dachte der arme Tobias, gar a so mundartlich hätten s mit an Genossen und Gardisten net reden bräucht – immerhin war er froh, aus der Höhle der neubayerischen Löwen draußen zu sein...

... Wollte eben daheim das Gespräch da fortsetzen, wo er es vorhin abgebrochen hatte, durch die Patrouille gestört – – wehe, wehe: sie holten ihn zum drittenmal.

Denn er sei durchaus nicht der Tobias Leinzeltner, für den er sich immer ausgebe, sondern der vielgesuchte Georg selbst, der ‚wo die Anzeige eines klassenbewußten Proletariers gegen ihn vorliege‘ wegen Leuteschindens, bürgerlichen Millionärprotzes und frevlen Weißwurschtfressens.

Die Patrouille war nun mächtig verärgert über den frechen Burschoa, dem sie zweimal so weit hatte nachlaufen müssen.

Wieviel Holz der arme Tobias diesmal kriegte, auf den Buckel sowohl wie vornhin und drüber weg: Kinder, es geht auf keine Kuhhaut. Und es dauerte eine geschlagene – wie geschlagene! – Stunde, eh er alles klarstellen konnte – teils, weil sie seine Sprüch nicht glaubten, teils, weil seine Red und Fresse so geschwollen war.