... bis sich dieser und jener verletzt fühlte, weil man seinen Schützling unaufgeführt ließ – Lyrik, die er empfohlen hatte, für Mist erklärte...

Es starben Georg Hirth, Graf Keyserling und Ruederer – Professor Beutemann verzog nach Berlin – Gustav Meyrink nach Starnberg – der Eifer erlahmte – und von der Reinhold-Lenz-Gesellschaft ward es still. Malzumal hörte ich: anstelle Beutemanns wäre nun Dr. Kitzheimer Vorsitzender geworden; oder: die Lenzgesellschaft hätte die Absicht, im Schauspielhaus eine verschollene Komödie von Gumppenberg zu inszenieren. Wiederum vergingen Monate – und ich wußte nicht: hatte man den Plan fallen lassen? vergessen? ausgeführt?

Ich kümmerte mich nicht um die Reinhold Lenz-Gesellschaft. Nur wenn ich irgendein Geschäft hatte, das ich mit meiner Frau nicht diskutieren wollte, verlegte ich es gern auf Freitag.

Und sagte nachmittag meiner Frau:

„Schatz, ich komme heut nicht zum Abendessen.“

„Oh! Warum?“

„Es ist Sitzung der Lenz-Gesellschaft. Im Eberlbräu... Laß mir den Smoking bereitlegen!“

„Den Smoking...??“

„Ja. Es ist Festsitzung.“