„Naa, naa. Klagen S’ nur auf tausend Mark – d’ Bäuerin waaß scho.“

„So geht das nicht. Auch das Gericht will wissen, wofür du ’s Geld verlangst.“

„No, wann i ’s sagen muß?? Alstern i bin zwanzig Jahr alt – net? Und d’ Bäuerin is vierzig, der Bauer sechsevierzig. – ‚Martin,‘ sagt s’ mir amaal, d’ Bäuerin, ‚Martin, wann i a Kind krieget – i gäbet gern tausend Mark.‘ – No – und ’s Kind is da. Alstern verlang i mei tausend Mark.“

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(Wie schön wäre die Geschichte erst, hätt ich sie auf gut Bayerisch erzählen können!)

Der Kindelwein

Als ich noch in Radkersburg diente, da pflegten wir alle im Jägerhorn zu essen: drei Offiziere der detachierten Batterie, der Bezirksrichter mit seinen vier Beamten, der politische Adjunkt und ein paar ledige Herren der kaiserlichen Forstverwaltung. Wenn niemand von uns Offizieren kommandiert worden war und von den Beamten keiner auf Kommission, alles in allem grade dreizehn Mann. Dann mußte sich Bertha zu uns an den Tisch setzen.

Bertha war nämlich die Kellnerin. Ein sehr nettes Mäderl. Ungefähr siebzehn Jahre alt und von jener Sicherheit, die eben nur ganz, ganz unverdorbene Landkinder an sich haben.