„Bist du irrsinnig, Niki?“

„Ich sag dir: tu genau wie ich.“ Er schloss in den Cutaway. „So, jetzt das Reisegewand! Immer einen Anzug über den andern! Und die Rodeljacke! Alle Wäsche in den Rucksack. Den Rucksack aus dem Fenster schmeißen! Nichts, nichts darf hier bleiben als die leeren Koffer.“

Ich verstand endlich und griff zu. Dann schlenderten wir so recht harmlos und aufgeräumt zum Tor hinaus.

„Die Herren gehen noch rodeln??“ fragte der Portier. „So spät?“

Niki grüßte mit einem Finger. Und sagte zu mir laut, möglichst laut:

„Am schönsten ist es doch bei Mondschein. Den Pulverschnee muß man genießen.“

Als wir draußen waren, umarmten wir einander und tanzten und lachten – lachten diebisch. Schulterten die Rodeln – und auf zur krausten Linde!

Um 7 Uhr 15 geht vom Bahnhof unten ein Zug nach München. Den erreichen wir noch.

Am Ablauf bobten wir, sprangen auf – und los in die Nacht. Niki voran. Ich hinterher. So ist noch niemand in die S-Kurve gesaust. Der Schnee stob, die Kufen zischten. Himmlischer Herrgott! Zweitausend Mark in der Tasche – die Qual hinter uns, die Freiheit vo...