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Eines Tages kam ein Mann zu Rößler und sprach:

„Herr von Rößler – gel? – Sö saan jetz Dichter? Alsdann da hätt i Eahna an Idöö für a Lustspiel. A großartigs Lustspiel – so was zum Lachen war no net da. – Hören S’ zu, Herr von Rößler! – Erschter Akt – Stammtisch mit Herren – a Bayer; a Weaner; a Sachs; a Heß; a Preiß: Ein Witz; Eine Laune; Eine Komik nach der andern. Zweiter Akt a Kaffeegsellschaft – die Gemahlinnen von dene Herren: Ein Humor; Ein Scherz; Schlager folgt auf Schlager...“

„Und der dritte Akt?“ fragte Rößler.

Da sprach der Mann kopfschüttelnd:

„Alles ich, Herr Rößler? Etwas könnten S’ doch aa selber derzu dichten.“

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Rößler wohnte Jahre hindurch in Dachau. Eine halbe Stunde von München.

Natürlich verbrachte er den Tag in der Stadt. Und versäumte regelmäßig den letzten Abendzug – daher verbrachte er in München auch die Nacht. Nur höchst selten gelang es ihm, sein Dachauer Heim zu erreichen.

Eines Morgens zog er eben in Dachau ein – nach recht langer Abwesenheit. Sein Töchterchen, die kleine Lotte, erblickte ihn von weitem und rief: