Vorstadthochzeit.
Thöny und Rudolf Wilke haben einst das Fest gegründet – Ferdinand Spiegel und Arnold führten es fort. Hier trug man die vorige Mode: breitkrempige Zylinder, Gehröcke und Orden auf der Brust. Arnold hielt patriotische Ansprachen.
Im Arzberger Keller wars – da habe ich mich so schrecklich blamiert:
Man sprach vom jungen Bildhauer Lessig, der als Dame durch den Fasching gehe. Und er spiele seine Rolle so täuschend, daß ihn schon manch ein abgebrühter Frauenkenner entzückt zum Souper geladen hätte...
Ich aber rief: solch ein Schabernack könnte bei mir nimmermehr verfangen; ich würde beim ersten Anblick den Mann in der Maske erkennen.
Abwarten, sprachen die Genossen, Lessig käme ja heute her.
Eine Viertelstunde später trat Frau D. an den Tisch, die statiöse Operndiva.
Ich sagte ihr sofort auf den Kopf zu: sie wäre der Bildhauer Lessig.
Bühnenball.
Gustl Waldau, was redest du einen italienischen Salat! Petrarca horcht aus der siebenten Sphäre eine Stunde hin, wischt sich den Schweiß von der Stirn und stöhnt: