Ein vortreffliches Weib! sagte mein Oheim, als er diese großen Ereignisse von mir erfuhr; ich bedaure, nicht lieber Englisch statt Hebräisch zu verstehen,... nun bist Du recht zufrieden, mein armer Julius!... nun sei es. Aber daß die Arbeit Dir Ehre mache! setzte er hinzu, daß man die Gesetze des Lichts und Schattens beobachtet sehe, und die beiden Perspectiven, sowol die Linear- als Luftperspective... und dann, das Kunstgefühl... und... Vortreffliche Frau! In Wahrheit eben so liebenswürdig als schön!...
Die Kalesche Lucy's hatte während ihres letzten Besuchs auf der Seite des Hauses gehalten, die dem Hospital gegenüberliegt, während die Wagen, welche die Modelle zu meinem Kunstgenossen brachten, stets an der Kirchenseite angehalten hatten.
Dieser Umstand erregte die Aufmerksamkeit der Miethsleute. Als diese endlich nach tausenderlei Muthmaßungen, in denen sie am allerwenigsten auf mich gerathen hatten, bemerkten, daß die Kalesche mit den Wappenschildern meinetwegen da anhielt, stieg der Ruf meines Ruhmes, eines funkelnagelneuen und deshalb um so glänzenderen Ruhmes von Stock zu Stock, und der alte Schulmeister that sich etwas darauf zu gute, daß er in Bezug auf seine Vorhersagungen sprach:
– Non ego perfidum
Dixi sacramentum.
Was für eine schlechte Redensart führst Du da? unterbrach ihn seine Frau.
– Odi profanum vulgus