»Du bist wie ein wilder Junge.«
»Ich weiß mit meiner Kraft nicht aus noch ein. Und wir leben auf Kosten der Ewigkeit.«
»Wir! Wir!«
»Wir, wir, Joseph! Einer muß im andern untergehen und auferstehen.«
»Geh unter,« lachte er und beugte sich über sie.
»Ich will — auferstehen ...«
Der Wind schwieg. Die Sonne lag glänzend auf dem Boden. Und die Atemzüge des Waldes gingen unter in den Atemzügen der beiden Menschen.
Nahe der Klosterruine lagerten sie in einem Buchentälchen. Um sie her war das Zirpen und Tirilieren der Waldvögel, die hier ihr Königreich hatten und der Menschenfremdlinge nicht achteten. Frühlingsblumen sonnten sich im Moos. Warme Wellen küßten sich in der Luft.
»Wie lieb du bist .... Nun geht dein Blut so sanft und ruhig. Und doch kann es in diesem zarten Körper branden wie eine Sündflut.«
»Weil ich das Glück will.«